Trinkrucksack II

Gestern war Premiere. Ich habe mich mit meinem neuen Trinkrucksack in den Wald gewagt. Zwar habe ich mich für meine 13 Kilometer ein bisschen overdressed gefühlt, aber irgendwann musste ich ihn ja ausprobieren. Außerdem rückt der 17. Mai immer näher (mein erster Halbmarathon und der Anlass, warum ich mir überhaupt so ein Teil zugelegt habe – siehe auch Trinkrucksack I).

Wasser einfüllen, Trinkblase verschließen und verstauen und auch die Schlauchführung, alles überhaupt kein Problem – intuitive Bedienung sozusagen. Rucksack aufziehen und festzurren, auch alles easy und dank 6 Verstellmöglichkeiten gut anpassbar. Er saß – wenn auch auf der engsten Stufe – echt gut, allerdings hatte ich mehrere Lagen an. Ich bin mir noch nicht sicher, wie er mir „passt“, wenn ich nur ein T-Shirt trage.

Beim Laufen selber merkt man zwar, dass man einen Mini-Rucksack trägt, aber mehr, weil er sich minimal bewegt und nicht, weil das Gewicht so groß gewesen wäre. Das störte mich gar nicht. Ich habe nur festgestellt, dass ich mich im Schulterbereich etwas verkrampft habe, aber ich glaube, das ist eine Sache der Gewöhnung und hat sich vermutlich nach 10 Läufen auch erledigt. Die losen Enden der Feststellgurte ließen sich auch gut „verstauen“ oder sonstwie befestigen, sodass da nix mehr rumbaumelte außer dem Trinkschlauch. Und der hat mich überhaupt nicht genervt.

Da ich nun mal mein eigenes Wasser dabei hatte, wollte ich auch gleich mal das Trinken testen. Der erste Schluck war … eiskalt  😐  Ich hatte angenommen, dass das Wasser durch meine Körperwärme eher lau wäre, nix da! Mein Bruder hat mir im Nachhinein den Tipp gegeben, warmes bis heißes Wasser einzufüllen. Das muss ich beim nächsten Mal testen, wie lange das warm bleibt. Da ich eh nur noch zwei Kilometer von zu Hause entfernt war, konnte ich aber weiter „trinken üben“, denn sollte ich durch das kalte Wasser Magenkrämpfe bekommen, war das Klo ja nicht mehr weit. Das Trinken aus dem Schlauch selbst funktionierte einwandfrei – kein Verschlucken oder Ähnliches.

Ich bin dann tatsächlich ohne Magenkrämpfe zu Hause angekommen (allerdings habe ich in den letzten zehn Minuten die Trinkblase auch nicht komplett geleert, sondern nach zehn Schlucken beschlossen, das reicht für den Anfang, und das restliche Wasser lieber ins Spülbecken gekippt). Auch das Reinigen der Trinkblase hat mich jetzt nicht vor große Probleme gestellt. Ich werde da vermutlich öfter mal ’ne Gebissreinigertablette drin auflösen. Das hatte ich bereits vor dem ersten Gebrauch gemacht, dabei ist nichts kaputt gegangen, also scheint die Blase das abzukönnen.

Fazit: Für den günstigen Preis (ca. 20 Euro) auf jeden Fall eine komfortable Möglichkeit, Wasser selbst mitzutragen. Das mit der Wassertemperatur muss ich noch testen. Und auch, wie der Trinkrucksack sitzt, wenn ich weniger Schichten anhabe. Aber jetzt im Moment würde ich sagen, der Rucksack begleitet mich auf meinen ersten Halbmarathon Mitte Mai.

 

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