It’s winter … and I like it! So schön kann Laufen in der kalten Jahreszeit sein

Der untergehenden Sonne entgegenlaufen – großes Kino!
Der untergehenden Sonne entgegenlaufen – großes Kino!

Wenn die Luft so richtig knackig kalt und klar ist und man zum Anplünnen der Laufklamotten ’ne Viertelstunde braucht – weil es so viele sind –, dann steht meist ein fantastischer Lauf an. Die ersten Minuten fallen noch schwer, die Glieder sind steif vor Kälte und ich kann gar nicht glauben, dass ich mit diesen Beinen 10 Kilometer laufen soll. Aber nach dem ersten Kilometer werden die Hände langsam warm, nach dem zweiten die Oberschenkel geschmeidig und nach dem dritten rinnen die Schweißperlen. Dann bin ich in meinem persönlichen Winter-Laufparadies angekommen: Ich genieße den Anblick des einsetzenden Sonnenuntergangs – um 16 Uhr (!) –, finde die Kälte, die mich morgens auf dem Weg zur Arbeit zum Motzen bringt, super und sauge die saubere, klare Luft in meine Lungen. So schrubbe ich einen Kilometer nach dem anderen und freue mich, dass ich bei Temperaturen, bei denen ich normalerweise nur so bibbere, vor mich hin schwitze. Aber noch mehr freue ich mich, wenn mein muckelig warmes Zuhause wieder in Sicht kommt, ich mir die Kälte aus den Gliedern duschen kann und der After-Run-Tea auch das letzte bisschen Frösteln vertreibt. Denn das ist eigentlich der allerbeste Moment an einem Winterlauf: Wenn man danach auf dem Sofa sitzt, warm eingepackt und sich über den Sieg über den Schweinehund freut …