Sightrunning Berlin

Die Siegessäule – unser "Wendepunkt" bei unserer Sightrunning-Tour durch Berlin
Die Siegessäule – unser „Wendepunkt“ bei unserer Sightrunning-Tour durch Berlin

Shoppen, Sightrunning, Schlemmen: Genau das war unser Programm für unseren letzten Berlin-Trip!
Samstag war Anreise und Shoppen, bis der Arzt kommt, angesagt. Außer einem Buff-Tuch hatte ich diesmal – komischerweise – nichts weiter an Sportsachen erbeutet …
Dann ging’s früh ins Bett, denn am nächsten Morgen stand das eigentliche Highlight unseres Kurztrips an: ein Sightrun durch Berlin. Als Strecke hatten wir grob geplant: vom Hotel zum Alex, dann über Berlins Prachtboulevard Unter den Linden zum Brandenburger Tor, von dort weiter zur Siegessäule. Und schließlich über das Sony Center und den Checkpoint Charlie wieder zurück zum Hotel. Vorher geschätzte 10 km, tatsächlich gelaufene 11,8 km.

 

Hotel – Alex – Brandenburger Tor

Bei unserer Hotelwahl stand vorher schon fest: Nicht zu teuer, in der Nähe vom Alex und ohne Frühstück sollte es sein. Das Mercure Hotel in der Mollstraße erfüllte genau die Voraussetzungen. Extrem günstiger Preis, perfekte Lage plus angenehm große Zimmer – durch die Straßenbahn zwar etwas laut, dafür aber mit neuem Bad und sogar Wasserkocher. Klasse! Denn ohne Frühstück kann ich zwar laufen, ohne meinen Guten-Morgen-Tee aber nicht 🙄
Vom Hotel liefen wir zum nahe gelegenen Berliner Fernsehturm. Mit seinen über 350 Metern nicht zu übersehen und daher easy anzupeilen. Nach nicht mal 1 km hatten wir damit schon den ersten Foto-Point erreicht. Anschließend ging’s endlich richtig ans Warmlaufen: Bei strahlendem Sonnenschein liefen wir die Karl-Liebknecht-Straße entlang, rechterhand lagen der Aqua Dom & Sea Life Berlin, dann kam das DDR-Museum und nach der Überquerung der Spree der Berliner Dom, der Lustgarten und das Zeughaus. Links von uns konnten wir einen Blick auf die Museumsinsel werfen.
Die Orientierung war weiterhin nicht schwer: Unsere Route führte uns immer nur geradeaus, die Karl-Liebknecht-Straße ging in Unter den Linden über – und plötzlich liefen wir an E.T. vorbei … Der macht im seinem Fahrradkorb vor Madame Tussauds Werbung für das bekannte Wachsfigurenkabinett. Ehrensache, dass auch der kleine Außerirdische uns einen Foto-Stopp wert war.
Waren bis jetzt die Wege noch relativ frei von Fußgängern gewesen, scharrten sich vor dem Brandenburger Tor trotz der relativ frühen Uhrzeit bereits zahlreiche Touristen und schossen Fotos von der geflügelten Siegesgöttin Viktoria mit ihrer Quadriga – genau wie wir.

Brandenburger Tor – Siegessäule

Für mich ist es immer noch etwas Besonderes, einfach so unter dem Brandenburger Tor hindurchspazieren zu können, war dies doch jahrelang ein Ding der Unmöglichkeit. Diesmal sind wir nicht nur zwischen den mächtigen Säulen durchflaniert, sondern sogar gelaufen – hatte was!
Hinter dem historisch so wichtigen Bauwerk warteten die mobilen Container der Berliner Fashion Week auf uns, das war mal ein krasser Bruch. An denen vorbei liefen wir auf der Straße des 17. Juni auf die Siegessäule zu. Obwohl es auch hier einiges zu gucken gab, wie das auffällige Sowjetische Ehrenmal mit seinen Panzern oder hier und da ein Zipfelchen von Kanzleramt und Co. durch die Bäume hindurch, zog sich die Strecke bis zur imposanten Siegessäule ungemütlich in die Länge. Ich war schon froh, als wir endlich an dem Kreisel ankamen und durch den Pavillon in „die Unterwelt hinabsteigen“ konnten, um durch die Unterführung zur Siegessäule zu gelangen. Dabei kamen wir an der Lichtinstallation von Stig Skjelvig vorbei, die die Bewegungen der Passanten verzerrt mit Lichtdioden abbildet. Davon gab es ein, zwei Fotos, bevor wir an der Siegessäule den nächsten richtigen Foto-Stopp einlegten. Allerdings nur von außen – den Aufstieg sparten wir uns, das hatten wir letzten Sommer mit unseren Söhnen gemacht. Für die Aussichtsplattform war es mir dann doch zu frisch um die Nase. Obwohl der Trainingseffekt – immerhin sollen es 285 Stufen sein – bestimmt ordentlich gewesen wäre …

 

Siegessäule – Checkpoint Charlie – Hotel

Bis hierher war die Orientierung ein Kinderspiel gewesen – einfach immer geradeaus ist schließlich keine Herausforderung. Jetzt wollten wir übers Sony Center zum Checkpoint Charlie. Dafür liefen wir die Tiergartenstraße entlang – vorbei an zahlreichen Botschaften. Mit dem Auto sind wir die Straße schon öfter entlanggefahren, doch beim Laufen hat man deutlich mehr Zeit, um sich die repräsentativen Bauten in Ruhe anzuschauen. Zog sich die Parallelstraße vorhin wie Kaugummi in die Länge, war die Tiergartenstraße dadurch glücklicherweise extrem kurzweilig.
Am Sony Center liefen wir an Dunkin Donuts und Lego vorbei (wenn wir mit unseren Jungs unterwegs sind, immer eine Anlaufstelle mit großer Anziehungskraft), und ab dem Potsdamer Platz war der Checkpoint Charlie dann auch ausgeschildert. Mein kleiner Taschenstadtplan konnte also in der Tasche bleiben, wir mussten nur noch dem Hinweisschild folgen. Das schickte uns durch die Niederkirchnerstraße, wo noch ein Stück der Berliner Mauer steht – unser nächster Foto-Point. Und weil er so knuffig aussieht, wurde der Europa-Buddy-Bär vor dem Bundesfinanzministerium gegenüber gleich auch noch abgelichtet.
Nur einige Hundert Meter weiter lag unser letzter Foto-Point: Checkpoint Charlie. Wir hatten zwar kein Geld dabei, durften für ein Foto mit den Schauspielern in Uniform aber in Naturalien, sprich in Liegestützen, bezahlen.
Von den vielen Stopps war ich jetzt doch ein bisschen durchgefroren und froh, dass nun die letzte Etappe vor uns lag. Auf dem Weg zu Hotel absolvierten wir noch ein kleines Intervalltraining: Um einige Ampeln noch bei Grün überqueren zu können, legten wir spontane Zwischensprints ein.
Als wir das Hotel nach anderthalb Stunden wieder erreicht hatten und mit dem Lift nach oben zu unserem Zimmer fuhren, freute ich mich auf unseren dritten und letzten Programmpunkt für dieses Wochenende: Schlemmen. Nach dem Check-out wartete nämlich noch ein üppiger Sonntagsbrunch im Berliner Zentrum auf uns 😀

 

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