Mein Allergie-Knock-out – ein Rückblick auf 2017

2017 lief es im wahrsten Sinne des Wortes nicht so gut für mich: Ich hatte angefangen, mich wegen meines Heuschnupfens desensibilisieren zu lassen – was leider, leider total in die Hose gegangen ist. Nach der ersten Dosis hatten sich meine bereits vorhandenen Allergien so drastisch verschlechtert, dass ich nur noch mit einem Notfall-Set vor die Tür gehen konnte und Essen zum Kampf mit schlimmen Nebenwirkungen wurde. Das heißt, zwei meiner liebsten Beschäftigungen – Laufen und Essen – sind 2017 durch diese verd***** Spritze zur echten Herausforderung geworden.

Beim Laufen habe ich mich mit einer Respro-Maske geschützt. Die hat auch gut die Pollen abgehalten. In der ersten Jahreshälfte wusste ich aber noch nicht, dass das allein nicht ausreichend ist, denn jede stärkere körperliche Belastung ruft eine Histaminausschüttung hervor, die bei allergiegeschwächten Menschen (oder Personen mit einer Histaminunverträglichkeit) die Symptome deutlich verstärken kann. Histamin ist ein Hormon, das eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen spielt. Jeder menschliche Körper produziert es, wenn es benötigt wird, bei Allergikern ist die Histaminausschüttung aber außer Kontrolle geraten und kann zum Teil nur schwer wieder gestoppt werden.*

All das musste ich mir bröckchenweise im Internet zusammenklauben, es gibt nur wenig Beiträge zum Thema Laufen mit schweren Allergien (bei mir hauptsächlich: Heuschnupfen, Nahrungsmittel, Duftstoffe). Hausarzt, Allergologe 1 sowie 2 und 3 konnten mir auch nicht erklären, warum ich am Tag nach einem Lauf noch nicht mal mehr die Treppe zur Bahn-Station ohne Pause erklimmen konnte. Da Nichtlaufen aber die denkbar schlechteste Option war, habe ich versucht, mir so viel Wissen wie möglich anzueignen, um mein Laufverhalten meinem körperlichen Befinden besser anpassen zu können. Meine nächsten Beitrage werden sich also verstärkt mit Ausdauersport – klar: speziell Laufen – bei schweren Allergien beschäftigen.

Sollte sich jemand (wie ich Anfang 2017) zum ersten Mal mit einer extremen allergischen Reaktion aufgrund des Laufens konfrontiert sehen – und ich rede jetzt nicht von verstärktem Niesreiz, tränenden Augen, laufender Nase, sondern beispielsweise von bleierner Müdigkeit, extremer Schwäche in den großen Muskelgruppen, Schwindel, Herzrasen, Kreislaufproblemen oder Migräne (auch gern mit zeitlicher Verzögerung von bis zu 48 Stunden) – dem kann ich fürs Erste folgende Seiten empfehlen:

Inzwischen habe ich mich von 3-Kilometer-Runden mit wochenlangen Erholungsphasen wieder auf 5 Kilometer hochgearbeitet, auch wenn an schlechten Tagen nur eine Pace von 7,3 oder gar noch langsamer drin ist. Das ist nichts im Vergleich zu meiner Laufleistung im Jahr 2016, aber mit zweimal die Woche 5 Kilometer fühle ich mich inzwischen immerhin wieder als Läuferin 😀

*Ich bin weder Ärztin noch sonstwie medizinisch geschult und gebe daher die Funktionsweise so wieder, wie ich sie verstanden habe.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.