So schön kann Crosstraining sein

Crosstraining

Sonntag: bestes Wetter, kribbelige Beine. Doch Laufen ist nicht, denn ein Regenerationstag steht auf dem Plan. Mist! Also probieren wir es mal mit „Crosstraining“ (manche würden auch einfach Radtour dazu sagen). Rauf auf den Sattel und von zu Hause aus bis ins Hamburger Randgebiet radeln. Das klang nach Entspannung in meinen Ohren. Aber da hatte ich mich etwas verschätzt: Bislang dachte ich immer, um uns rum gäbe es hauptsächlich plattes Land, seit letztem Wochenende weiß ich es besser – es kann auch hügelig sein, und zwar ordentlich! Obendrein sind unsere Räder nicht gerade Rennmaschinen, was das Ganze zusätzlich erschwerte. Egal, wir hatten Spaß, haben die frische Luft und die Sonne genossen und wieder ein paar nette neue Strecken entdeckt, von denen wir bald bestimmt mal ein paar ablaufen werden 😎

Ich bin wieder gelaufen!

Und zwar ganze 200 m. Aber dafür dreimal. Was jetzt so lächerlich wenig klingt, ist für mich schon ein riesiger Fortschritt: Zwei Monate Laufpause habe ich hinter mir, dank eines kaputten Knies (Patellaspitzensyndrom). Mit Yoga, Krafttraining und Walken bin ich sportlich mehr schlecht als recht über die Runden gekommen. Und jetzt, bei dem schönen Frühlingswetter, war ich nicht mehr zu halten. Also, Knie getaped, Walkingschuhe an und ab in den Wald. 2 km habe ich mich „eingewalkt“ und als ich sicher war, dass die Beine auch wirklich warm sind, bin ich einfach losgelaufen – und siehe da, es ging! Zumindest eingeschränkt, bergrunter ist grenzwertig, da walke ich lieber, und Vorfußlaufen geht gar nicht. Aber mit der Ferse aufzusetzen, ist anscheinend kein Problem. Damit kann man doch arbeiten, das werde ich jetzt in nächster Zeit weiter ausbauen. Und irgendwann kann ich dann hoffentlich wieder ganz normal laufen – ohne Knieprobleme.

Am liebsten würde ich jetzt den ganzen Tag nur noch im Wald unterwegs sein. Und nach den nächsten Laufterminen schiele ich auch schon wieder 😉 5 km, halb walkend, halb laufend … das wär doch was.

I’m walking …

Die Sonne scheint mir ins Gesicht, ich transpiriere leicht unter meiner Mütze und der Waldboden federt bei jedem Schritt sanft unter meinen Brooks. Ich fühle, wie meine Oberschenkelmuskeln arbeiten, höre die Vögel zwitschern und plötzlich überlaut die Stimme von Runtastic: „Distance: 1 kilometer, duration: 10.03 minutes, pace: 10.03 minutes/kilometer“.

Wie bitte? 10.03? Ich fiel aus allen Wolken. Normalerweise sagt mir Runtastic nach einem gemütlichen Kilometer einen Pace irgendwo bei 6 min/km an. Im zweistelligen Bereich hatte ich mich vorher noch nie bewegt. Doch in den nächsten Wochen wird das leider mein Standardtempo bleiben, denn ich bin verletzungsbedingt unter die Walker gegangen. Vor über vier Wochen fing mein rechtes Knie an rumzuzicken, Patellaspitzensyndrom lautete die Diagnose von meinem Doc – und Laufpause seine schlimme Anordnung. Mehr lesen

Running Eastbourne II.

Familienurlaub an Englands Küste, und ich hatte mich für ein Rennen vor Ort (Worthing, 10 k) angemeldet. Also brauchte ich ein paar Tage vorher unbedingt noch einen Testlauf, denn im Herbst weht in Eastbourne (malerisches Örtchen in East Sussex/GB) eine steife Brise, wie wir Hamburger gern sagen. Ich war mir unsicher, wie ich mit dem starken Gegenwind klarkommen und inwieweit er mich auskühlen würde. Outfit-technisch habe ich mich für lange Hose, T-Shirt und langärmliges Oberteil drüber entschieden. Mütze durfte auch nicht fehlen, ist ja windig …

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Running Eastbourne

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Ich habe Fernweh! Und bis zu den nächsten Schulferien ist es noch unglaublich weit hin. Um das aufkommende Reisefieber ein wenig zu lindern, schwelge ich gerne in Urlaubserinnerungen: Bei einem unserer letzten Aufenthalte in Eastbourne (Küstenstädtchen in East Sussex/GB) hatte ich meine Laufschuhe eingepackt und wollte mal wieder Sightrunning machen. Ich finde, beim Laufen kann man ganz gemütlich seine Umgebung erkunden, neue Wege ausprobieren und – speziell in England – sich ungeniert puppige Cottages anschauen. Mehr lesen

Sightrunning Malmö

Letztes Jahr Anfang August hatte es uns für ein paar Tage nach Malmö verschlagen – und dort entdeckte ich das Sightrunning für mich!

Da ich zu dem Zeitpunkt im Training für das Hamburger Airport Race (Mitte September, 16 km rund um den Flughafen Fuhlsbüttel) war, hatte ich meine Laufklamotten mitgenommen und mir im Internet (unter mapmyrun.com) eine grobe Strecke ausgeguckt. Zwei Sehenswürdigkeiten wollte ich mir dabei unbedingt erlaufen: den Turning Torso (ein in sich verdrehtes Hochhaus und höchster Wolkenkratzer Skandinaviens) und gleich nebenan den neuen Skatepark, der als einer der größten und modernsten Europas gilt. Beides befindet sich im westlichen Hafengebiet. Den Turning Torso kann man aufgrund seiner Höhe (190 m) nicht verfehlen, den Skatepark leider schon 😉 Dabei ist der sogar ausgeschildert, wie ich später, als wir mit dem Auto zurückkamen, noch feststellen konnte. Aber welcher Läufer guckt schon auf Verkehrsschilder …

Trotzdem war es insgesamt eine fantastische Runde, was an mehreren Faktoren lag. Zum einen hatte ich Malmö gefühlt für mich allein, da ich frühmorgens losgelaufen war. Ich musste mich also nicht auf Fußgänger oder den Verkehr konzentrieren, sondern konnte wirklich in der Gegend herumschauen. Zum anderen war die Luft total klar und frisch, obwohl es im Laufe des Tages noch sehr warm werden sollte. Obendrein bietet Malmö einen spannenden Kontrast zwischen den historischen Gebäuden der Innenstadt und der modernen Architektur rund um den Turning Torso. Die Gegend erinnerte mich sehr an unsere Hamburger HafenCity (ebenfalls ein modernes Wohn-/Arbeitsviertel direkt am Wasser).

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Happy New Year (Nachtrag)

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The Mill – abends waren wir hier noch essen, am nächsten Tag begann dort mein Lauf

Irgendwie sind die ersten zwei Wochen des Jahres an mir vorbeigerauscht. Weil aber mein Neujahrslauf dieses Jahr ganz besonders war, möchte ich Euch den Bericht darüber nicht vorenthalten. 

Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt! Dieser Spruch hat sich mal wieder bewahrheitet: Dieses Jahr hatten wir ausnahmsweise die Zeit, über Silvester zu verreisen. Deshalb verbrachten wir den Jahreswechsel in Eastbourne, einem idyllischen Seebad in Südengland und eines unserer Lieblingsziele. Die grobe Planung sah vor: um Mitternacht Feuerwerk am Strand und am 1. Januar einen Neujahrslauf zu zweit im milden englischen Winterklima. Mehr lesen

Tough Mudder (oder besser: Tough Muddis)

Gestern stand wieder ein längerer Lauf bei mir an, irgendwas zwischen zwölf und 15 Kilometer wollte ich hinterher auf der Uhr haben. Und weil allein laufen über eine längere Distanz schnell mal langweilig werden kann, hab ich eine Freundin gefragt, ob sie mitkommen wollte. Wollte sie. Meine geplante Strecke war für sie als Leichtathletik-Trainerin des örtlichen Sportvereins und erfahrene Wettkampfläuferin ohnehin ein Klacks. Mehr lesen