Cool oder was?

Mütze für die Haare und Maske für Mund und Nase – gib den Pollen keine Chance!

Wenn die Hyposensibilisierung so richtig schiefgeht und der Körper danach gar nicht mehr mit Pollen klarkommt, muss man als Lauf-Junkie auch mal zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen …

Für den Winter 2016/17 hatte ich mir vorgenommen, endlich etwas gegen meine Allergien zu unternehmen. Eine Hyposensibilisierung sollte dafür sorgen, dass ich beim Laufen (und auch sonst) wieder richtig Luft bekomme und meine lieben Mitmenschen nicht mehr mit endlosen Niesattacken nerve. Und weil ich ja von der schnellen Sorte bin, hab ich mich für die Kompakt-Variante entschieden, vier Spritzen im Abstand von 2 Wochen sollten es sein, anstatt das ganze Jahr über jede Woche eine. Hörte sich für mich gut an, also ab zum Allergologen.

Dummerweise scheint mein Körper da anderer Meinung gewesen zu sein. Irgendwas hab ich gleich bei der ersten Dosis nicht so gut vertragen, mit der Folge, dass ich 4 Wochen fast ununterbrochen zwischen Bett und Sofa hin- und hergependelt bin. Mein Körper spielte verrückt, an Laufen war überhaupt nicht mehr zu denken  😯

Inzwischen fühle ich mich wieder wie ich, aber Laufen geht nur mit vielen und hochdosierten Antihistaminika. Da ich aber der Meinung bin, dass man sich nur so viel Medizin reinpfeifen sollte wie zwingend nötig, hab ich mir Pollenschutzmasken angeschaut. Die gibt es nicht nur für den normalen Alltag, sondern auch in der Sport-Variante. Also waschbar, möglichst atmungsaktiv und in stylishem Design. Ein austauschbarer Aktivkohlefilter verhindert bei allen Versionen, dass die bösen Pollen in die Luftwege geraten und dafür sorgen, dass die Nase kribbelt oder der Hals zuschwillt.

Als der Postbote die Maske endlich brachte, gleich die erste Enttäuschung: Ich seh damit ja doch ziemlich sch… aus  😳

Hilft ja nix, Laufen will ich schließlich trotzdem. Also, Maske auf, Notfallmedikamente, Handy und Mann eingepackt und ab in den Wald. Aber erst nach 18 Uhr, als möglichst wenig Leute unterwegs waren. Der Plan: Erst mal auf der Kurzstrecke antesten, ob es auch wirklich hilft und inwieweit man damit auch Luft bekommt. Und tatsächlich: Die Maske filtert die Pollen aus der Atemluft, gemütliches Laufen auf der Ebene ist damit kein Problem. Berghoch merkt man natürlich deutlich den Atemwiderstand, aber vielleicht ist das auch einfach Gewohnheitssache. Immerhin läuft Galen Rupp, ein US-amerikanischer Langstreckenläufer (Bronze bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro), sogar Wettkämpfe mit Maske. Von Wettkämpfen bin ich zwar noch meilenweit entfernt, aber immerhin kann ich wieder nach draußen und laufen! Ach, und die paar Spaziergänger, die ich bislang getroffen habe, haben einfach nur freundlich gegrüßt wie sonst auch, obwohl ich mich beim Laufen Darth Vader fühle und fast genauso laut Luft hole  😆

Leipzig Halbmarathon, 19. April

Typisch Aprilwetter: Es war echt frisch und ich dankbar für meinen schicken Poncho
Typisch Aprilwetter: Es war echt frisch und ich dankbar für meinen schicken Poncho

21,1 km  •  2:01:36 h

Laufen kann Spaß bringen, muss es aber nicht! Diese leidvolle Erfahrung habe ich beim Leipzig Halbmarathon gemacht.

Eigentlich fing alles gut an. Schon lange im Voraus hatten wir den Halbmarathon in Leipzig gebucht und dementsprechend genug Zeit fürs Training. Das war gut gelaufen und ich so richtig auf den Punkt fit. Die Anreise am Tag vor dem „großen Tag“ lief easy-peasy, kein Stau auf der Strecke von Hamburg nach Leipzig, das Abholen der Startunterlagen klappte auch problemlos und das Hotel lag super. Mehr lesen

Elbdeichmarathon/Tangermünde

20160510_09443010 km  •  51:14,4 min  •  5,08 min/km

Tangermünde kannte ich bis vor ein paar Jahren gar nicht – bis eine meiner allerbesten Freundinnen dort im Kloster Jerichow heiratete. Und als sie mir vor einigen Wochen erzählte, dass sie sich – als vehemente Nichtläuferin – dort für einen 10-km-Lauf angemeldet hatte, hab ich natürlich gleich nachgezogen, um sie bei ihrer Premiere tatkräftig zu unterstützen.

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Sightrunning Berlin

Die Siegessäule – unser "Wendepunkt" bei unserer Sightrunning-Tour durch Berlin
Die Siegessäule – unser „Wendepunkt“ bei unserer Sightrunning-Tour durch Berlin

Shoppen, Sightrunning, Schlemmen: Genau das war unser Programm für unseren letzten Berlin-Trip!
Samstag war Anreise und Shoppen, bis der Arzt kommt, angesagt. Außer einem Buff-Tuch hatte ich diesmal – komischerweise – nichts weiter an Sportsachen erbeutet …
Dann ging’s früh ins Bett, denn am nächsten Morgen stand das eigentliche Highlight unseres Kurztrips an: ein Sightrun durch Berlin. Als Strecke hatten wir grob geplant: vom Hotel zum Alex, dann über Berlins Prachtboulevard Unter den Linden zum Brandenburger Tor, von dort weiter zur Siegessäule. Und schließlich über das Sony Center und den Checkpoint Charlie wieder zurück zum Hotel. Vorher geschätzte 10 km, tatsächlich gelaufene 11,8 km. Mehr lesen

Parkrun Hastings, Oktober 2015 (Nachtrag)

Laufen macht Spaß – vor allem mit Rückenwind
Laufen macht Spaß – vor allem mit Rückenwind

Über eine Million Menschen treffen sich weltweit jede Woche zur gleichen Zeit zu einem 5-Kilometer-Lauf. Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Parkrun heißt das globale Spektakel, das erstmals 2004 mit nur einem Lauf im Londoner Stadtteil Teddington stattfand. Initiator war seinerzeit Paul Sinton-Hewitt, er und zwölf weitere Laufbegeisterte nahmen damals das erste Mal die 5 Kilometer unter die Laufschuhe. Von da an trafen sie sich regelmäßig, jeden Samstag, immer um 9 Uhr, immer am selben Ort. Inzwischen gibt es weltweit 796 Parkruns, alle basierend auf demselben Grundsatz: weekly, free, 5 km, for everyone, forever. Mehr lesen

It’s winter … and I like it! So schön kann Laufen in der kalten Jahreszeit sein

Der untergehenden Sonne entgegenlaufen – großes Kino!
Der untergehenden Sonne entgegenlaufen – großes Kino!

Wenn die Luft so richtig knackig kalt und klar ist und man zum Anplünnen der Laufklamotten ’ne Viertelstunde braucht – weil es so viele sind –, dann steht meist ein fantastischer Lauf an. Die ersten Minuten fallen noch schwer, die Glieder sind steif vor Kälte und ich kann gar nicht glauben, dass ich mit diesen Beinen 10 Kilometer laufen soll. Aber nach dem ersten Kilometer werden die Hände langsam warm, nach dem zweiten die Oberschenkel geschmeidig und nach dem dritten rinnen die Schweißperlen. Dann bin ich in meinem persönlichen Winter-Laufparadies angekommen: Ich genieße den Anblick des einsetzenden Sonnenuntergangs – um 16 Uhr (!) –, finde die Kälte, die mich morgens auf dem Weg zur Arbeit zum Motzen bringt, super und sauge die saubere, klare Luft in meine Lungen. So schrubbe ich einen Kilometer nach dem anderen und freue mich, dass ich bei Temperaturen, bei denen ich normalerweise nur so bibbere, vor mich hin schwitze. Aber noch mehr freue ich mich, wenn mein muckelig warmes Zuhause wieder in Sicht kommt, ich mir die Kälte aus den Gliedern duschen kann und der After-Run-Tea auch das letzte bisschen Frösteln vertreibt. Denn das ist eigentlich der allerbeste Moment an einem Winterlauf: Wenn man danach auf dem Sofa sitzt, warm eingepackt und sich über den Sieg über den Schweinehund freut …

Reebok Tarn-Tight

Reebok Tarn-Tight mit Eyecatcher-Aufdruck in Hellkorall
Reebok Tarn-Tight mit Eyecatcher-Aufdruck in Hellkorall

Der Sommer ist vorbei, die Tage werden kürzer … und vor allem wird’s frischer. Blöd? Nee, hurra! Endlich kann ich meine neuen, noch ungetragenen Laufklamotten ausführen, die schon länger in meinem Schrank schlummern. Vorsorglich (wie es die vorausschauende Läuferin tut) hatte ich sie während der wärmeren Jahreszeit für die kühlere „vorgeshoppt“ 😉

Mein Lieblings-New-Buy: eine blaue Reebok Tarn-Tight: geniales Muster, hautfreundlicher Stoff – und ein Eyecatcher in Hellkorall (gibt’s dieses Farbwort überhaupt?) auf der Wade. Perfekt! Mehr lesen

Der Berg ruft … Skyline-Run Georgswerder, 20. September

Respekt! In voller Montur den Berg hochzurennen, was für eine Leistung!
Respekt! In voller Montur den Berg hochzurennen, was für eine Leistung!

Ich traue meinen Augen nicht: 5 Feuerwehrleute in voller Montur inklusive Atemmaske traben den 3,2 km langen Rundweg zum Energieberg Georgswerder hoch – und zwar im Laufschritt. Mit 40 Metern ist diese Erhebung immerhin der höchste „Berg“ Hamburgs. Grund für diese „Quälerei“ ist der Skyline-Run, der 2015 zum dritten Mal stattfindet. Hierbei handelt es sich um einen Charity-Lauf, bei dem mit den dabei gesammelten Spendengeldern ein soziales Projekt auf der Elbinsel unterstützt wird. Mehr lesen

Begossener Pudel

So schön NASS kann Laufen im Sommer sein
So schön NASS kann Laufen im Sommer sein

Mein erster 10-Kilometer-Lauf seit Langem: Voller Vorfreude bin ich in Laufhose und -shirt geschlüpft, hab die Schuhe geschnürt und mich auf in den Wald gemacht. Alles super, alles schön. Aber dann, bei Kilometer 7, hat es mich voll erwischt: ein Wolkenbruch vom Allerfeinsten 😯 Und ich musste feststellen: Feuchtigkeitstransport bei Funktionsklamotten funktioniert nicht nur vom Körper weg, sondern auch andersrum, wenn die Wassermenge von außen nur groß genug ist. Bah, war das nass! Das Shirt hing wie ein schwerer Lappen an mir. Und von (nicht aus!) meiner Nase lief ein kleines Wasserrinnsal. Doch Glück im Unglück: Mein Handy hat die Dauer-Dusche auf den letzten 3 Kilometern in meiner Armtasche völlig unbeschadet überstanden – jetzt weiß ich zumindest, dass die Neopren-Tasche sogar wasserdicht ist. Aber ganz ehrlich: Freiwillig hätte ich das bestimmt nie getestet 😉

Fauler Hund!

Fauler Hund!

Andere lassen schon mal ihren Vierbeiner neben dem (fahrenden) Auto Gassi laufen, mein Mann begleitet mich am liebsten auf diese Weise bei meinen Läufen. Fauler Hund, sozusagen! Nee, alles Quatsch. Er ist, ebenso wie ich, ein passionierter Freizeitläufer (siehe „Dies & das“ –> „Mein Mann läuft auch“) und hier mit unseren Kindern, die auf einem Spielplatz an meiner Laufstrecke tobten, nach Hause vorgefahren. Beim Überholen schoss er dann dieses Rückspiegel-Foto von mir.