Bekleidung

Lange, lange zog ich zum Laufen an, was gerade an T-Shirts oder Trainingszeugs greifbar war. Alles aus Baumwolle oder Billigpolyester. Nix Funktionsbekleidung. Fest steht: Es geht definitiv auch ohne dieses ganze moderne atmungsaktive Running-Zeugs. Aber mit geht es viel leichter. Und das ist inzwischen für mich sehr wichtig. Deshalb sind allerhöchstens noch meine Laufsocken aus Baumwolle (wenn sonst alles in der Wäsche ist).

Im Frühjahr/Sommer hab ich früher immer viel zu viel angehabt. Folge: schnellere Erschöpfung. Mittlerweile ziehe ich bei Trainingsläufen maximal zwei dünne Lagen an. Im Rennen nur ein Kurz- oder Langarm-Shirt, je nachdem, wie das Wetter ist. Gerne nehme ich bei Wettläufen auch meine Kompressionshemden (von Adidas TechFit oder Nike ProCombat).

Im Herbst, bei fallenden Temperaturen, sind’s dann standardmäßig zwei Lagen, bestehend aus Shirt und Windbreaker oder einem anderen normal dicken Oberteil mit langen Armen. Bei den Sachen für Herbst und Winter habe ich mich auf Kalenji (von Decathlon) und Karrimor (SportsDirect) verlegt – die bieten für wesentlich weniger Geld meiner Meinung nach oftmals dieselbe Qualität wie das höherpreisige Sortiment der großen Marken. Wenn auch das Design meist etwas schlichter ausfällt.

Im Winter, bei deutlichen Minusgraden, ziehe ich eine Lage dünne Funktionsunterwäsche (Hemd/Slip) drunter, darüber ein normal dickes Longsleeve-Shirt und dann entweder eine leichte Jacke oder so ein pulloverartiges Teil mit kurzem Reißverschluss. Untenrum lange Winter-Tights. Wenn’s saukalt ist auf’m Kopf eine dünnere Laufmütze und ebensolche Handschuhe. Diese Kombinationen haben sich für mich persönlich bewährt. Nie denke ich auf der Strecke: „Hätt’ ich mal doch was anderes angezogen.“

 

Lieblingsteile

Winter-UnterwäscheNike ProCombat • Hyperwarm Shield Longsleeve & Boxer

An sich suche ich immer nach preisgünstigen, qualitativ guten/ebenbürtigen Alternativen (z.B. von Kalenji, Karrimor) zu den Produkten der großen Hersteller. In diesem Fall allerdings konnte ich in einem englischen Outlet stark reduzierte Laufunterwäsche von Nike ProCombat Compression abstauben: die Boxer-Shorts für £9 (ca. 12 €), das Langarm-Shirt für £20 (ca. 26 €). Es waren jeweils die letzten Exemplare und dann auch noch in meiner Größe und Lieblingsfarbe – also hab ich zugeschlagen. Und wurde nicht enttäuscht …

NikeProCombatSeit Anfang Januar trage ich beide Teile bei meinen Läufen im Wald bzw. auf der Laufbahn. Die Shorts sind seamless verarbeitet und trotz ihrer kompressierenden Passform eine Minute nach dem Anziehen schon wieder vergessen. Beim Laufen lassen sie die mitunter (schneidende) Kälte gar nicht erst ran an die Oberschenkel. Und wenn sie dann wieder ausgezogen werden, hat man transpirationsmäßig nicht mal ansatzweise einen feuchten Poppes. Tolles Teil!

Richtig genial ist das Shirt: Langarm, mit hohem Kragen (der mich als Rollkragenpulloverhasser aber kein Stück nervt) und innen mit einem besonderen regulierenden Layer namens „Hyperwarm Shield“. Es fühlt sich normal dünn an für ein Kompressionsshirt, wärmt aber aufgrund seiner speziellen Schichten perfekt – auch bei Temperaturen unter null. Über dieses Funktionsteil muss man wirklich nur noch ein weiteres ziehen (ich nehme meist eine Windbreaker-artige Jacke), dann ist man bestens geschützt und trotzdem nicht dick eingetütet. Man fühlt sich leicht bekleidet wie im Frühjahr.

In diesem Fall bin ich also sehr froh, mal Produkte eines großen Sportartikel-Players gekauft zu haben, denn in Sachen Tragekomfort und Funktionalität kommen die entsprechenden Exemplare günstigerer Anbieter da nicht mit. Allerdings kaufe ich das teure Zeugs auch weiterhin nur, wenn ich’s irgendwo (stark) reduziert bekomme, denn als Freizeit-Wald-und-Wiesen-Läufer kann man ja auch ohne den Profikram ganz gut zurechtkommen.