Neuerwerbungen

 

Mein jüngster Neuerwerb (05/2016):

UNDER ARMOUR • CHARGED BANDIT

Kürzlich konnte ich mal wieder nicht nein sagen. Ein Paar Under-Armour-Schuhe sah mich an und flehte: „Kauf mich! Kauf mich doch!! Bitte, bitte!!! Da war ich – als Mann mit dem berühmt-berüchtigten Frauenschuhtick, was Laufschuhe bzw. Sneakers betrifft – natürlich machtlos.

Seit ich den „Speedform Gemini“ besitze (siehe Text unten), bin ich ein Fan der Marke und laufe fast nur noch in UA (und Skechers). Da stand ich also bei Karstadt Sports in der Hamburger Mönckebergstraße vor der großen Modellwand und blickte auf den „Charged Bandit“. „Wenn jetzt kein Verkäufer frei ist, haust du einfach wieder ab“, sagte ich mir halbherzig. Schon wurde ich von hinten angesprochen: „Kann ich helfen?“ Gott sei Dank! Natürlich kannst du das, guter Mann! „Einmal den hier in US11, bitte. Danke!“

Charged BanditGleich beim Anprobieren und nach den ersten Antrab-Metern im Laden entschied sich, dass ich den „Banditen“ haben wollte. Zwar fühlte er sich in der Hand etwas steif und unflexibel an, am Fuß jedoch war er eine Wohltat, was Dämpfung, Stabilität und Gewicht (290 Gramm) betraf. Obendrein gefielen mir das Design und die Farbkombi sehr gut. Also ab zur Kasse. Sollte der Schuh in der Praxis Schwächen offenbaren, kann ich ihn ja zurückbringen. Karstadt gewährt eine 30-Tage-Rückgabefrist.

Am Tag darauf hatte ich gleich Gelegenheit, den „Bandit“ auszuprobieren – bei trockenem Wetter auf Asphalt und Waldwegen. Und er gab sich so, wie ich es erhofft hatte. Saß prima fest am Fuß, ohne irgendwo zu drücken, fühlte sich leicht an und verhielt sich auf jedem Untergrund stabil. Im Wald fiel mir als Erstes auf, dass man kleinere Steine beim Drüberlaufen so gut wie gar nicht spürt. Das ist bei meinen „Go Run“-Modellen von Skechers ganz anders (aber die haben ja auch ein völlig anderes Sohlenkonzept, das trotz Dämpfungssystem eher in Richtung Natural Running geht).

Meine Strecke führte mich erst knapp einen Kilometer über Fuß- und Radwege, dann rund acht Kilometer durch den Wald und wieder einen zurück nach Hause. Schon nach zirka vier Kilometern vergaß ich immer wieder, dass ich ja in neuen Schuhen laufe. Ein Beweis dafür, wie gut diese Schuhe zu mir und meinen Füßen bzw. meinem Laufstil passen. Alles ganz harmonisch. So sehr, dass man während des Laufens eben gar nicht mehr an seine Treter denkt, sondern einfach läuft und läuft und erst beim gelegentlichen Runterschauen auf den Boden wieder drauf kommt.

Dank des hoch atmungsaktiven Obermaterials aus Netzstoff – bei diesem Modell „ArmourVent“ genannt – hat man übrigens nie das Gefühl heißer oder gar schwitziger Füße. Auch nicht nach 15 Kilometern. Das ist auch beim „Speedform Apollo“ so und offenbar eine große Stärke von Under Armour bei der Laufschuhentwicklung.

Fazit: Mit dem „Charged Bandit“ hab ich alles richtig gemacht und keinen Grund, ihn zurückzugeben. Die ohnehin moderaten 120 Euro fühlen sich für mich sehr gut investiert an (mittlerweile/Mai 2016 ist der Schuh wesentlich günstiger zu haben, z. B. bei 21run.com für 72 Euro).

 

Mein jüngster Neuerwerb (05/2015):

UNDER ARMOUR • SPEEDFORM GEMINI

Neulich bei Stadium in der Hamburger City: Als mein Blick über die große Präsentationswand schweift, bleibt er an einem vom Design her auffälligen, blauen Modell hängen – dem ersten Laufschuh von Under Armour.

In Sachen Running Shoes hat sich Under Armour (UA) bisher keinen Namen gemacht. Was ganz einfach daran lag, dass der US-Hersteller noch gar keine entwickelt hatte. Der brandneue Speedform Gemini und seine kommenden Updates bzw. Nachfolger werden das höchstwahrscheinlich ändern. Schon jetzt sind die Erfahrungsberichte und Reviews im Netz fast ausschließlich voll des Lobes für diesen in Deutschland rund 130 Euro teuren Neutralschuh. Und ich kann mich dem nur anschließen – dieser Laufschuh ist ein Superding! Er erfindet das Rad natürlich nicht neu, kann aber vieles besser als andere Modelle.

Under Armour Speedform Gemini (2015)Herausragend ist die Atmungsaktivität: keine feuchten Socken nach dem Lauf! Hab ich noch nie erlebt. Fantastisch! Das liegt laut UA am Mesh-ähnlichen, grob-perforierten, nahtlosen Obermaterial mit „ultraschallverschweißter Versiegelung“. Was es nicht alles gibt! Trotz des weichen Materials hat der Fuß vollen Halt, auch dank der stabilen, anatomischen Fersenschale. Eine zusätzliche Stützfunktion bietet der Gemini durch einen TPU-Bogen am Mittelfuß. Das Dämpfungssystem nennt sich hier Charged Foam – egal, wie es heißt, es übertraf meine Erwartungen, die alleine schon durch das Anprobieren im Laden sehr hoch waren.

Ich habe den Gemini bisher bei einem Trainingslauf um die Hamburger Alster (7,5 km), einem 5-km- und einem 3,4-km-Straßenrennen getragen. Der Schuh an sich macht dich natürlich nicht schnell(er), aber für mich fühlt es sich subjektiv so an. Die Energierückgabe beim Abstoßen ist noch größer als bei meinen Adidas Energy Boosts, und das will was heißen. Den ersten Kilometer meine ich immer über die Strecke zu fliegen, dann lässt das Gefühl aufgrund der Gewöhnung leider nach (ist aber zu Beginn der nächsten Einheit wieder da). Ein toller Effekt nach dem Lauf: Ich habe so gut wie gar keine Ermüdungs-/Belastungserscheinungen in den Knien, was sonst immer der Fall war. Einziger negativer Punkt auf meiner Pro- und Kontra-Liste ist der Grip. Auf festem, oberflächlich leicht sandigem Untergrund, wie zum Beispiel rund um die Hamburger Alster, geriet ich bei jedem Auftreten, überspitzt gesagt, ins Rutschen. Das war total nervig, sodass ich teilweise lieber auf der unebenen Rasenkannte am Wegesrand weiterlief.

Hätte ich gerade die Kohle, würde ich mir den Speedform Gemini sofort noch ein zweites Mal als Ersatzpaar kaufen. Mittlerweile gibt es ihn in verschiedenen Farbkombis, aber dieses geniale Blau ist für meinen Geschmack immer noch am schönsten.

 

Mein jüngster Neuerwerb (01/2015):

SKECHERS PERFORMANCE • GO MEB KRS

Durch die Modelle GoRun Ride 2 und GoSprint, die ich jeweils für den berühmten Appel und das Ei in einem englischen Outlet gefunden hatte, war ich Mitte 2014 zum Skechers-Fan geworden. Ein paar Monate später hatte ich an gleicher Stelle erneut ein tolles Modell vor Augen – den GOmeb KRS, einen speziellen Langstreckenschuh. Entwickelt von den Skechers-Ingenieuren und Marathon-Star Meb (Keflezighi) himself.

Leider war der Schuh einen Tick zu klein, sodass es keinen Zweck mit uns hatte. Aber er fühlte sich am Fuß, aufgrund seiner Bauart, schon beim Rumgehen im Laden genial an. Anders als alle anderen Laufschuhe, die ich bis dato ausprobiert hatte. Anfang Januar fand ich schließlich meine Größe bei SportsDirect.com, dem Online-Handel der großen UK-Ladenkette. Und das auch noch krass reduziert, von 110 auf 50 Euro! Bestellt, per PayPal gelöhnt – und nur zwei Tage später traf der Karton ein.

skechers_gomeb_krsDas alles war schon mal perfekt gelaufen. Und das Wichtigste an der ganzen Sache haute auch hin: Der Schuh passte genau. Am auffälligsten ist natürlich sein „Loch“ zwischen Außensohle und Innenteil, ein innovatives Feature, mit dem Skechers zu punkten versucht. Diese ausgeklügelte Architektur zusammen mit der 4-mm-Sprengung und der für diese Marke ungewohnt enge Passform/Toebox (die ich persönlich sehr mag), machen den Meb KRS für mich zu einem echten Erlebnis. ABER nur auf der Straße, sprich auf Asphalt bzw. befestigten Wegen. Für den Wald und sonstigen weichen Untergrund ist er nichts, denn da setzen sich Dreck, Steine oder gar kleine Äste in der Sohlenaussparung fest, und das wird dann mitunter unangenehm. Also: Dieser Schuh wurde für Marathon/Long Distance Running entwickelt – und solange man ihn dafür nutzt, ist alles super.

Wer einen ausführlicheren Testbericht mit vielen Fotos oder gar Videos sucht, findet das auf den (englischsprachigen) Seiten der Blog-Kollegen Nick Phillips und Jamie Pang. Beide Kenner ihres Fachs, als Läufer sowie als Schuhtester.