Läufe 2017

Worte sind Schall und Rauch. Das trifft leider auch auf meine Vorschau für die Saison 2017 zu (siehe Resümee 2016). Zwar bin ich nahezu jeden Tag zwischen fünf und zehn Kilometern im Wald oder auf der Straße unterwegs, aber (bisher) nicht bei Wettläufen – einzige Ausnahme: der HSH-Firmenlauf in der Hamburger Hafen-City. Zumindest zwei Halbmarathons sind dieses Jahr noch eingeplant. Darüber hinaus hab ich tatsächlich gar nicht den Drang, an Volksläufen teilzunehmen. BMXen und Baseball sind derzeit klar in den Vordergrund gerückt, was die sportliche Freizeitgestaltung betrifft. Da mein älterer Sohn im Juni bei den Lütjensee Lakers in der Jugendliga angefangen hat, stehen wir zwischen seinen Trainingstagen beinahe täglich auf dem Sportplatz, um zusätzlich Werfen, Fangen, Schlagen und Base running zu üben. Meine Laufaktivitäten dienen daher momentan eigentlich nur dazu, rank und schlank zu bleiben. Aber das ist ja auch was.

 

  • 1. Juli – HSH Nordbank Run Hamburg – 4 km / Bericht
  • 10. September – Hexad Wolfsburg Marathon/Halbmarathon – 21 km
  • 1. Oktober – EAM Kassel Marathon/Halbmarathon – 21 km

 

1. Juli – HSH Nordbank Run, Hamburg

Zum zweiten Mal kollegial durch Hafen-City

Meine Firma nahm mit rund 50 Personen teil und erlief einen Spendenbetrag von 370 Euro. Insgesamt erbrachte der HSH-Lauf dieses Jahr 155.000 Euro für die Aktion „Kinder helfen Kindern“.

Vier Kilometer in Gesellschaft Tausender – im Kreise gleichgesinnter Kollegen samt Kind und Kegel – durch Hamburgs maritimes Vorzeigeviertel „cruisen“, ganz ohne Zeit- und Platzierungsdruck: Das ist der HSH-Nordbank-Firmenlauf in der Hafen-City.

Monsterregen in Hamburg! Freitagmorgen ging’s los, den ganzen Tag durch bis in die Nacht. Samstagvormittag immer noch. Rekordniederschläge in ganz Norddeutschland und Hamburg. Natürlich auch in der Hafen-City, wo rund 24.000 Läuferinnen und Läufer auf die Piste zwischen Marco-Polo-Tower, Bakenhafen und Übersee-Boulevard gehen wollten. Von morgens an wurden die rund 830 Teams nacheinander durch den Startbereich am Cruise Center auf die 4.000 Meter lange Strecke geschleust. Tausende kehrten völlig durchnässt zurück.

Nur die Besten am Start

Aber dann: Plötzlich klarte es auf, sodass unser Firmenteam tatsächlich trockenen Hauptes durch die Mega-Veranstaltung kam. Glück gehabt! 25 Kolleginnen und Kollegen mit noch mal so vielen Familienmitgliedern wurden gegen 14.30 Uhr von Ansager Lou Richter (Ex-„ran“-Moderator, SAT1) im Startbereich empfangen. „Ich sehe, eure Firma hat nur die Besten geschickt“, erkannte er ganz richtig und ließ das Schiffshorn – als maritimes Startsignal – ertönen.

Neben den HSH-Routiniers unseres Unternehmens, die schon zigmal dabei waren, rannten erstmalig auch ein paar bekennende Couch potatoes aus meiner Abteilung mit. Alle kämpften sich durch, wenn auch teilweise gehend oder gar abkürzend, und kamen laufenden Fußes ins Ziel. Der ewige Star-Läufer unserer Firma brauchte nur zirka 16:30 Minuten und dürfte damit erneut zu den Schnellsten der 24.000 gehört haben. Starke Leistung! Ich lief bei 16:45 rein, womit ich meine persönliche Vorgabe – eine Zeit unter 17:30 – deutlich erfüllt hatte.

Steaks, Bier und Zigaretten

Im Zielbereich zwischen Marco-Polo-Tower und Cruise-Center gab’s dann Verpflegung in Form von Müsliriegeln, Proteindrinks – und der ein oder anderen Zigarette. Absolut okay, denn beim HSH-Lauf geht’s ja eben nicht um Wettkampf, Zeiten oder Platzierungen, sondern einzig um das Gemeinschaftserlebnis und den Spaß an der Sache. Da darf man sich dann getrost mal eine anstecken. Auch als Belohnung für die erbrachte Laufleistung. Einzig das Fehlen der von unseren Couch potatoes sehnlichst gewünschten leicht bekleideten Hostessen mit Steaks und Bier drückte kurzzeitig etwas die Stimmung. Die gab’s wohl nur im VIP-Bereich.