Barsbütteler Volkslauf, 21. Juni

Wir haben Barsbüttel gerockt! Eine Zielzeit unter 30 Minuten – das ist spitze für uns
Wir haben Barsbüttel gerockt! Eine Zielzeit unter 30 Minuten – das ist spitze für uns

21. Juni: Ganz Hamburg freut sich über den Hella Halbmarathon! Ganz Hamburg? Nein, ein kleines Dorf im Osten von Hamburg macht sein eigenes Ding. Etwas mehr als 700 Läufer aller Altersklassen sind hier unterwegs – beim 18. Barsbütteler Volkslauf. Und auch wir sind mit dabei. Bei uns stehen nämlich „nur“ 5 Kilometer an, für unseren Großen ist das die offizielle Premiere über diese Distanz. Und ich als stolze Mama bin natürlich als Pacemaker an seiner Seite 😉

Bereits letztes Jahr bin ich in Barsbüttel mitgelaufen, und weil das so eine nette, gut organisierte Veranstaltung war und auch noch bei uns in der Nähe liegt, war klar, auch dieses Jahr bin ich wieder mit von der Partie.

Gehört immer dazu: Streckenplan anschauen und Renntaktik besprechen
Gehört immer dazu: Streckenplan anschauen und Renntaktik besprechen

Ungefähr eine Stunde vorm Start sind wir vor Ort: keine Schlange bei der Startnummernausgabe, dafür aber vor der Damentoilette … Macht nichts, sind genug Männerklos frei. Problem gelöst, jetzt können wir – wesentlich entspannter – den Streckenplan anschauen und dann den Startpunkt im Stadion suchen. Der für die 5-Kilometer-Läufer ist mit blauen Luftballons markiert, die gleiche Farbe haben die Kilometerschilder auf der Strecke. Schön logisch, aber doch zu hoch für mich, ich habe das erst bei Kilometer 2  geschnallt und mich vorher über die doppelten Kilometerangaben in anderen Farben gewundert.

Während wir uns warmlaufen, trudeln die ersten Halbmarathonis und 10-Kilometer-Läufer ein und werden entsprechend gefeiert. Als alle im Ziel sind, müssen wir uns zum Start aufstellen, nach 5 langen Minuten fällt der Startschuss. Endlich dürfen wir los. Der erste Kilometer fliegt gefühlt nur so vorbei! Hinterher ergibt ein Blick auf Runtastic, dass unser Pace bei 5.24 min/km lag. So schnell waren wir zusammen noch nie. Bei Kilometer zwei wartet Papa und macht Fotos, also lässig aussehen.

Läuft? Läuft! Alles easy, wir haben Spaß!
Läuft? Läuft! Alles easy, wir haben Spaß!

Der nächste Kilometer zieht sich für unseren Sohn dann doch etwas, zumal es stetig leicht bergauf geht. Trotzdem sammeln wir hier ein paar erwachsene Läufer ein, das gibt ihm einen großen Motivationsschub. Bald passieren wir Kilometer drei  mehr als die Hälfte schon geschafft. Jetzt rollt’s! Es geht bergab, allerdings macht sich bei meinem kleinen Begleiter langsam die Anstrengung bemerkbar, er fiebert dem nächsten Kilometerschild entgegen. Ich versuche, ihn durch Reden abzulenken. Nach dem letzten Schild geht dann alles ganz schnell: Wir laufen aufs Stadion zu, auf die Bahn rauf für die letzten 300 Meter.
Wie ein Profi klatscht mein Sohn kleine Kinder ab, die ihm ihre Händchen entgegenstrecken – so viel Zeit muss sein. Dann beginnt der Schlussspurt und – tadaaa – wir sind im Ziel. Die Startnummer wird gescannt, die Medaille überreicht und ab zum Wasserstand. Dort wartet ein stolzer Papa und fragt neugierig nach der Zeit … so ein Mist … ich hab mal wieder Runtastic nicht angehalten (wann werde ich das endlich lernen?). Ein Blick auf die Uhr ergibt aber, dass wir unter 30 Minuten geblieben sind. Das wollen wir genauer wissen und gehen zur Urkundenausgabe. Auf einer großen Leinwand werden dort die Ergebnislisten live angezeigt, während zwei Drucker unsere Urkunden ausspucken. Gerade mal 29 Minuten haben wir gebraucht, das macht einen Durchschnittspace von 5.53 min/km. Unser Großer platzt vor Stolz – er ist sogar Erster seiner Altersklasse geworden – und wir als Eltern platzen natürlich mit ihm 😆

Das haben wir uns verdient: lecker Würstchen nach dem Lauf
Das haben wir uns verdient: lecker Würstchen nach dem Lauf

Jetzt noch rasch in trockene Klamotten geschlüpft, danach geht es zum Würstchenstand, denn jeder Läufer bekommt einen Schinkenknacker gratis – und die sind nämlich richtig lecker in Barsbüttel. Das wollen wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.

So gestärkt schauen wir noch bei der Tombola zu, es gibt zwei Fahrräder zu gewinnen. Doch leider können wir weder eins davon noch einen der kleineren Gewinne mitnehmen. Schade, aber deswegen waren wir ja auch nicht hier. Unser läuferisches Ziel haben wir schließlich mehr als erreicht.