Laufunterwäsche von RP

Extra Laufunterwäsche kaufen? Ich doch nicht! Alles Quatsch, sagt die Skeptikerin in mir. Aaaber: Wir haben Winter, es ist kalt. Und wenn man über eine Stunde draußen rumrennt in so ’ner Funktionswurstpelle, dann wird einem richtig kalt und zwar an den Oberschenkeln und am Hintern – vielleicht sollte ich doch mal über die Anschaffung einer Laufunterhose nachdenken … Aber nur vielleicht …

Drei Tage später bei Runners Point: Eigentlich war ich auf der Suche nach einer neuen Regenjacke. Die nette Verkäuferin machte mich auf ihre „Krabbelkiste“ aufmerksam. Alles reduziert darin. Auf Schnäppchen stehe ich ja! Und da war sie, eine nahtlos verarbeitete Damen-Panty in meiner Größe. Und dann auch noch für schlappe sechs Euro. Für den Preis konnte ich das ja mal testen, da konnte man bestimmt nicht viel verkehrt machen. So kam ich an dem Tag zwar (leider) ohne neue Regenjacke, aber dafür mit einer Lauf-Panty nach Hause.

Der nächste längere Lauf sollte die Feuerprobe für das neue Teil sein. Weich, leicht und hautsympathisch sollte es sein und natürlich die Feuchtigkeit nach außen transportieren – verspricht zumindest der Hersteller. Beim ersten Anprobieren bestätigte sich das angekündigte Tragegefühl, das mit der Funktion würde sich aber erst noch rausstellen müssen.

Nach einer Stunde bei nasskalten 3 °C musste ich zugeben, dass mein Hintern doch wärmer war als sonst. Klar, perfekt war es nicht, aber ich habe es bislang bei kälteren Temperaturen noch nie erlebt, dass es ganz ohne frieren abgeht. Frösteln gehört einfach irgendwie dazu, nur manchmal friert man etwas schneller – und manchmal halt etwas weniger schnell. So wie mit meiner neuen Panty. Da mussten unbedingt noch zwei, drei weitere her. Denn dummerweise habe ich sie nur in Weiß bekommen. Aber alle meine Laufklamotten sind schwarz oder extrem bunt. Und immer wenn ich die wasche, passt meine weiße Hose da farblich überhaupt nicht rein. Also habe ich die Wahl, sie nur ungefähr alle zehn Tage anzuziehen (nämlich immer dann, wenn gerade Weißes zum Waschen dran war) oder sie einfach mit in die bunte Wäsche zu schmeißen. Ich habe mich für einen Kompromiss entschieden und mir noch ein paar weitere Exemplare angeschafft. Die eine Hälfte darf weiß bleiben und bei der anderen lasse ich mich immer wieder aufs Neue überraschen, welchen Farbton sie diesmal annimmt (fleckig Grau-Beige in allen Nuancen habe ich bislang „erwaschen“).

 

Fazit: Ich laufe (im Winter) auf keinen Fall mehr ohne Funktionsunterwäsche. Sie verbessert den Komfort auf jeden Fall. Allerdings würde ich auch nicht 20 Euro (der offizielle Preis, ohne Reduzierung) oder mehr pro Panty ausgeben. Mein Wunsch wäre jetzt nur noch, dass die Dinger mit einem längeren Bein (bis oberhalb der Knie wäre ideal) hergestellt werden, damit’s auch an den Oberschenkeln wärmer bleibt!