Adidas Ultra Boost

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Ganz neu – und gleich die Sohle eingedreckt  😉

 

Mittwoch, 25.2.2015: Release-Datum für den Adidas Ultra Boost bei Runners Point. Ich hatte schon mehrfach darüber gelesen, dass es 2015 einen neuen Boost geben soll. Weil ich bereits seit Längerem glückliche Besitzerin eines Adidas Supernova Sequence Boost bin, war ich echt gespannt auf das neue Modell. Da ich per Zufall in Hamburg war – und mich mein Mann noch an den Erstverkaufstag erinnert hatte – bin ich bei Runners Point vorbeigegangen, um mir den neuen Schuh „nur mal anzuschauen“. Optisch: auf den ersten Blick okay, schlicht gehalten in der Farbgebung, mit ein bisschen Lila (nicht meine bevorzugte Farbe, stört aber auch nicht weiter). Dann fragte mich der Verkäufer: „Willst du ihn mal anprobieren?“ Und ich dachte mir, warum nicht? Großer Fehler! Einmal angezogen, wollte ich den Ultra Boost nicht mehr hergeben … Wer schon zig Laufschuhe in seinem Leben gekauft hat, kennt das Gefühl, wenn Schuhe so sitzen, dass man am liebsten einfach gleich loslaufen möchte. Also habe ich nicht lange überlegt und ihn mitgenommen. Laut Verkäuferin war ich sogar die Erste in dieser Filiale, die ihn gekauft hat 😀

 

Meine neuen Schätzchen

Das Obermaterial (Primeknit genannt) schmiegt sich wie eine stützende Socke um den vorderen Fuß, gibt aber gleichzeitig bei jedem Abrollen nach, sodass der Ballen und die Zehen schön viel Platz haben. Bin schon gespannt, wie er sich auf längeren Distanzen verhält. Ab ca. 15 km wird es vorne nämlich ein bisschen eng in meinem Adidas Supernova Sequence Boost.

Die Sohle des Ultra ist einfach Boost! Wenn man mit diesem Schuh läuft, fühlt es sich an, als ob er für einen Gas gibt. Diese beiden Eigenschaften sind mir als Erstes im Unterschied zu anderen Laufschuhen aufgefallen. Andere Merkmale wie das neue Torsion-System, das Dual-Density-Riemensystem oder die Stretch-Web-Außensohle nimmt man nicht bewusst war, sind aber sicher mit der Grund, warum es sich so gut im Ultra läuft.

Der erste – leider nur kurze – Praxistest ergab: Dieser Schuh will laufen! Er rollt wie von selbst über den Boden und ermöglicht ein kraftsparendes Abdrücken und ein sanftes, gefedertes Landen des Fußes. Der Eindruck der Leichtigkeit beim Laufen wird auch durch das minimale Gewicht verstärkt. Doch das täuscht: Der Ultra Boost ist kein Federgewicht. Der Test auf der Waage ergab: Mit 304 g (Frauenmodell, Größe 42) zählt er schon zu meinen schwereren Laufschuhen. Da reicht meine Palette von 202 g (Brooks Connect) bis 326 g (Brooks Cascadia). Dieses Ergebnis hat mich dann doch überrascht, denn der subjektive Eindruck ist definitiv anders.

Gefallen haben mir rein optisch die Schnürsenkel, sie haben goldene Enden 😉 Allerdings gingen sie beim Probelauf gleich zwei Mal auf. Ich hab aber auch eine normale Schleife gebunden und keinen Doppelknoten. Und außerdem mache ich sowieso an alle meine Laufschuhe so „Nupsis“, Plastikschnellverschlüsse mit einer Feder drin, durch die der Senkel einmal hindurchgefädelt werden muss, und die man dann mit einem Fingerdruck fixieren kann.

Meine einzige Sorge bei dem Ultra ist, dass im Laufe der Zeit das Primeknit-Material ausleiert und man dann weniger Halt hat … Aber bei dem doch sehr stolzen Preis erwarte ich eigentlich, dass der auch in einem halben Jahr noch genauso perfekt sitzt wie jetzt.