Nike-Pro-Tight

Nike-Pro-Tight // Adidas Ultra Boosts

Eigentlich habe ich wirklich genug Sportklamotten – und vor allem an Hosen mangelt es mir überhaupt nicht. Aaaber: Letzte Woche war ich im Outlet und dann hing da diese coole Nike-Pro-Tight – und es gab sie auch noch in meiner Größe! Nicht selbstverständlich, normalerweise hängen da immer nur XS, S und XL herum, wenn mir ein Teil gefällt. So ein durchschnittliches M schafft es fast nie bis ins Outlet oder ist im normalen Handel als Erstes ausverkauft. Also ab in die Umkleide damit, anprobieren und im Spiegel checken. So ein Ärger: Sie passt, sie steht mir und sie sieht angezogen immer noch gut aus.

Auch nicht jedes Mal der Fall. Neulich hatte ich eine Lauftight anprobiert, die war so designt, dass sie an mir aussah, als ob ich ein Höschen drübergezogen hätte. Und mit Höschen meine ich nicht so ’ne kurze coole Sporthose, wie wir sie aus den 80ern kennen und die zurzeit gern mal über engen Laufhosen getragen werden, sondern so einen richtigen altmodischen „Schlüpper“.

Die Nike Pro saß also wie angegossen, jetzt fehlte nur noch die ultimative Bückprobe: Damit die Tights spätestens beim Yoga auch den herabschauenden Hund (dabei steht man auf allen vieren, reckt den Po in die Höhe und gewährt seinem Hintermann vollen Anblick auf den Allerwertesten samt maximal gedehnter Hose) ohne peinliche Indiskretionen überstehen, macht man am besten in der Umkleide eine tiefe Verbeugung und versucht einen Blick auf den Hintern zu werfen. Gut ist, wenn man jetzt nur die schicke Hose sieht. Ganz schlecht dagegen, wenn man erkennt, was man darunter trägt. Dummerweise fiel die Nike Pro in letztere Kategorie. Aber nur ein klitzekleines bisschen. Eigentlich habe ich mir mal geschworen, nur Klamotten zu kaufen, die 100 Prozent perfekt sind. Das klappt sonst auch ganz gut, aber im Fall der Nike Pro beschloss ich, Regeln sind dazu da, um sie zu brechen, und außerdem kann ein langes Shirt auch Abhilfe schaffen 😉

Jetzt hab ich zwar ’ne coole Nike-Tight, aber ein langes Oberteil konnte ich in meinem Kleiderschrank partout nicht finden. Damit steht fest: Ich besitze wohl immer noch nicht genug Sportklamotten …