„Hightech“-Handytasche

Überhaupt nicht stylish, aber dafür total praktisch
Überhaupt nicht stylish, aber dafür total praktisch

Ein dicker Regentropfen perlt mir von der Nasenspitze. Es lohnt sich gar nicht erst, ihn wegzuwischen, denn es folgt gleich der nächste … und der nächste …

Ich bin beim Laufen in einen Wolkenbruch geraten. Als ich zu Hause gestartet bin, tröpfelte es nur ganz leicht vor sich hin, und dagegen ist man als routinierte Läuferin ja gerüstet dank entsprechender Funktionsklamotten. Nun ist die laut prasselnde Regenwand allerdings so dicht, dass ich beschließe umzukehren.
Etwas hektisch werde ich, als sich Runtastic meldet (um mir Kilometerstand, Zeit und Pace anzusagen) und mir dabei schlagartig bewusst wird, dass mein Handy in seiner 08/15-Armtasche nicht wirklich geschützt ist vor dieser Sintflut, die da gerade runterkommt. Also fummele ich es mit klammen Fingern vom Arm und stecke es in die Jackentasche. Doch auch dort ist es nur notdürftig geschützt, denn die Jacke ist mehr ein leichter Windbreaker als ein Funktionsteil mit ’ner Wassersäule bis zum Gehtnichtmehr. Da ich nicht sicher bin, wie viel Nässe so ein halbwegs modernes Smartphone abkann, treibe ich den Pace bis nach Hause ziemlich in die Höhe.

Die gute Nachricht daheim: Das Handy hat den Lauf ohne Wasserschaden überstanden. Die schlechte: Ich hab gar keine spezielle Schutztasche gegen Feuchtigkeit – und keine Lust, 30 Euro oder mehr dafür auszugeben. Also muss ich mir was überlegen. Als gestandene Halbtagshausfrau brauch ich natürlich nicht lange, um auf eine simple, bombensicher wasserfeste und obendrein fast kostenlose Lösung zu kommen: Beim nächsten Regen steck ich mein Handy einfach in so einen Plastikbeutel mit Reißverschluss. Ha! Das Ding ist auslaufsicher – und wo keine Flüssigkeit raus kann, kommt auch keine rein. Und als ob das nicht schon toll genug wäre, kann das Touch-Display meines Handys sogar durch die Beutelfolie hindurch bedient werden.

Mittlerweile laufe ich jedes Mal, wenn’s nach Regen aussieht, mit meiner antistylishen Lowtech-Tasche (andere würden sagen: dem 1-Liter-Gefrierbeutel), die vom Effekt her aber voll hightech ist.